Der Kununu-Score ist wichtig für die Arbeitgebermarke. Ab dem 1. September 2026 werden für den Score aktuelle Bewertungen deutlich stärker gewichtet als ältere Einträge.
Warum ist das wichtig?
Für Unternehmen bedeutet das, dass nicht mehr die gesamte Bewertungshistorie gleich stark zählt, sondern vor allem die aktuelle Wahrnehmung durch Mitarbeitende. Wer in den vergangenen Jahren viele positive Bewertungen gesammelt hat, aber kaum neue erhält, könnte dadurch Veränderungen beim Score feststellen.
Überblick
- Kununu-Score bildet den Durchschnitt aller Mitarbeiterbewertungen auf einer Skala von 1 bis 5 Punkten ab.
- Künftig werden Bewertungen nach ihrem Alter unterschiedlich gewichtet:
| Alter der Bewertung | Gewichtung |
| Bis 1 Jahr | 100 % |
| 1 bis 2 Jahre | 75 % |
| 2 bis 3 Jahre | 50 % |
| 3 bis 4 Jahre | 25 % |
| Älter als 4 Jahre | 5 % |
- Neue Rechnung des Scores soll Arbeitgeberrealität besser widerspiegeln
Was bedeutet das für Unternehmen?
- Aktuelle Bewertungen gewinnen deutlich an Bedeutung.
- Ältere positive Bewertungen verlieren an Einfluss.
- Der Score kann sich verändern, auch ohne neue negative Bewertungen.
- Unternehmen sind stärker darauf angewiesen, regelmäßig Feedback von Mitarbeitenden zu erhalten.
Schon gewusst?
💡 Die neue Berechnung ähnelt Verfahren von Bewertungsplattformen wie Google oder Trustpilot, bei denen aktuelle Bewertungen stärker berücksichtigt werden.
Fazit
Mit der neuen Berechnung rückt die Aktualität von Bewertungen stärker in den Mittelpunkt. Für Arbeitgeber bedeutet das, dass ein guter Ruf auf Kununu künftig noch stärker von aktuellen Mitarbeiterstimmen abhängt. Unternehmen sollten daher regelmäßig Feedback einholen, auf Bewertungen reagieren und ihre Arbeitgebermarke kontinuierlich weiterentwickeln. Wer Mitarbeitende langfristig überzeugt, wird von der Neugewichtung profitieren.

